Das illustrierte Moritaten-Lesebuch. Geschichten und Lieder, Parodien und Fundsachen, herausgegeben von Hans Adolf Neunzig, Nymphenburger Verlagshandlung, München 1973
Kurz nach Erscheinen des Moritaten-Lesebuchs beichtete sogar die Hannoversche Neuen Presse (3.10.1973) darüber. Überschrift: Sabinchen und das Rasiermesser.
Der Band ist eine umfangreiche Sammlung von Moritaten, Küchen- und Bänkelliedern.
Im ersten Teil werden Beispiele aus alten Moritatendrucken vorgelegt, gegliedert nach Themenbereichen:
Im zweiten Teil werden Parodien und Fundsachen vorgestellt.
Unter den Parodien wird auch über eine höchst schauderhafte Begebenheit berichtet, welche voriges Jahr am dreißisten Februar ist begangen worden. Es handelt sich um eine Fassung von Rideamus, also einer Parodie einer Parodie.

Siehe auch Sabinchen war ein Frauenzimmer.
In einem Nachwort gibt der Herausgeber Hans Adolf Neunzig einen Überblick über einen wenig beachteten Teilbereich der Musik, der vor der Zeit der Medien Grammophon und Rundfunk zur populären Kultur gehörte. Die fahrenden Musikanten traten auf Plätzen und Jahrmärkten auf. Heute würde man von „multimedialer Performance“ sprechen, denn sie begleiteten ihren Gesang auf Instrumenten, untermalten die Geschichten mit Bildtafeln und verkauften zusätzlich ihre Geschichten als Drucke.
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