
Komm, in den Park von Sanssouci.
Komm! Diese Nacht vergißt du nie.
Komm, wenn die Nachtigallen klagen,
will ich dir, mein Lieb,
viel tausend süße Worte sagen.
Komm, in den Park von Sanssouci!
Eros geigt die Melodie.
Komm, wenn schon morgen wir auch scheiden müssen,
komm will ich doppelt heiß dich küssen
heut´ Nacht.
Der Untertitel Lied und Blues ist ein wenig irreführend, Schnulze mit operettenhaftem Pathos wäre angemessener. Der Text von Richard Rillo zählt nicht zu seinen Glanznummern. Hier fügt er eine abgenutzte Plattitüde an die nächste. Einzig ein Reim lässt aufhorchen: Komm, in den Park von Sanssouci, Eros geigt die Melodie. Da muss man erst einmal drauf kommen.
Da wundert es nicht, dass der Grafiker Herzig auf seinem Titelblatt den beflügelten nackten Knaben Eros auf ein Podest hebt. Dieser spielt zwar nicht Geige, er versucht es mit der Flöte. Allerdings so, wie er mit überkreuzten Händen die Flöte hält, wird das nichts.
Komm, in den Park von Sanssouci ist vermutlich die erfolgreichste Nummer des Duos Rillo/ Stolz.
Dass Rillo/Stolz auch ganz andere Lieder schreiben konnten, kann man am Kinderlied Klein-Ilse sehen.
Interessant ist die Rückseite der Ausgabe mit Verlagswerbung, da hier ein zweiter Grafiker am Werk war. Der Titel ist mit Herzig Berlin 1925 signiert, die Rückseite stammt von ANTO.


HB
– Komm, in den Park von Sanssouci Aufnahme mit Wolfgang Anheisser
– Komm, in den Park von Sanssouci Aufnahme aus dem Jahre 1926 mit der Fred Bird Jazzband (ohne Gesang)
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Notenausschnitt
Rückseite mit Werbung